Hausarztpraxis Domstraße

Dipl.-Med. Birgit Gerlach

Naturheilkundliche Therapie


Die naturheilkundliche Therapie ist ein Baustein des gesamten Behandlungsspektrums. Bei leichten Erkrankungen kann sie allein bereits ausreichend sein, bei schwereren Krankheiten eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Patienten, die grundsätzlich und ausschließlich in jeder Situation eine naturheilkundliche Behandlung wünschen, werden damit nicht immer ausreichend versorgt. Spätschäden oder lebensgefährdende Situationen drohen, die bei der Orientierung am derzeitigen Forschungsstand der Medizin und den anerkannten Behandlungsleitlinien nicht hätten auftreten müssen. Es ist jeweils die Situation, der Zeitpunkt, die Dosis und die Mischung ausschlaggebend, wann und wie man sich für welche Therapieform entscheidet.

Anregung zur Selbsthilfe

Bei leichten Erkrankungen wie Erkältungen werden alte Hausmittel empfohlen, z.B. Wadenwickel bei Fieber, Prießnitzwickel bei Mandelentzündungen, Zwiebelsaft bei Husten oder warme Kompressen bei Nebenhöhlenentzündungen.

Was kann bei Rücken-, Knie- oder Fußbeschwerden unternommen werden? Wann warm, wann kalt? Welche Übungen können selbst gemacht werden, was sollte besser unterlassen werden?

Homöopathische symptomatische Therapie 

Homöopathische Medikamente werden als Tropfen, Tabletten oder Globuli (kleine Perlen) verabreicht, gegebenenfalls auch als Injektion, dann meist im Rahmen einer Neuraltherapie (s.u.). Sie regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Dabei ist zu beachten, dass während einer Behandlung mit Homöopathika auf den Genuss von Kaffee und ätherischen Substanzen wie Pfefferminz, Eukalyptus oder Anis verzichtet werden sollte, weil dadurch die Wirksamkeit der homöopthischen Mittel beeinträchtigt wird.

Therapeutische Lokalanästhesie / Neuraltherapie 

Dabei wird ein Lokalanästhetikum, gegebenenfalls ergänzt durch ein homöopathisches Präparat, an definierte Punkte gespritzt, die Bedeutung für die Schmerzausstrahlung im Körper haben. Bewährt hat sich die Behandlung u.a. bei Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden, Schulter- oder Ellenbogenschmerzen.

Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie wird Blut aus einer Vene entnommen und dann wieder in den Gesäßmuskel injiziert. Das stellt einen Reiz dar, der den Körper zur Eigenregulation anregt. Die Behandlung erfolgt je nach Krankheitsbild in verschiedenen Dosierungen und Zeitabständen. Diese werden im Laufe des Behandlungszyklus der Reaktion des Körpers angepasst. Die Eigenbluttherapie ist geeignet bei Allergien, sehr gute Erfahrungen haben wir bei Heuschnupfen gemacht, oder bei wiederkehrendem Auftreten von Infektionen der oberen Luftwege oder auch bei Furunkeln.

Mikrobiologische Therapie

Grundgedanke der mikrobiologischen Therapie ist der Zusammenhang vom Darmbakterien und Immunsystem. So stellt sie eine ergänzende Behandlungsform z.B. bei Darmerkrankungen, wiederkehrenden Infekten, Allergien, Asthma, Neurodermitis oder Rheuma dar. Am Beginn steht die Diagnostik der Darmflora. Fußend auf diesem Ergebnis wird eine individuelle Therapie zur "Darmsanierung" erarbeitet, die in Form vom Tropfen, Pulvern, Tabletten oder Kapseln erfolgen kann oder/und es wird eine aus Patientenmaterial angefertigte Autovaccine injiziert. Die Behandlung läuft mindestens über ein halbes Jahr.


Die Kosten naturheilkundlicher Therapieverfahren werden zum großen Teil nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Unter anderem sind die Behandlungsmethoden aus der über mehrere Generationen angewandten Erfahrungsmedizin hervorgegangen, deren Ergebnisse jedoch nicht in wissenschaftlichen Versuchsreihen belegt worden sind. Eine Garantie für eine Heilung kann hierbei ebensowenig gegeben werden, wie bei jeder wissenschaftlich anerkannten Therapieform auch. Aus der Erfahrung einer langjährigen Anwendungspraxis werden die oben genannten Behandlungsmethoden im geeigneten Fall unseren Patienten guten Gewissens empfohlen.


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    gerlach